Unsere Konfirmandenarbeit

Konfi 3 und Konfi 8

In unserer Landeskirche gibt es seit einigen Jahren den zweigeteilten Konfirmandenunterricht – in Klasse 3 (= Konfi 3) und in Klasse 8 (= Konfi 8). Die Aufteilung der Konfirmationsvorbereitung auf Kindheit und Jugendalter hat einen entscheidenden Vorteil: Junge Menschen werden in zwei unterschiedlichen Lebensphasen in ihrer aktuellen Entwicklung ernst genommen und durch entsprechend abgestimmte Angebote in wichtigen Phasen ihrer Entwicklung begleitet. Konfirmandenunterricht für Teenies sieht logischerweise anders aus als Konfirmandenarbeit für 8-jährige. Während Jugendliche religiöse Themen und Geschichten in der Regel kritisch hinterfragen, sind Kinder noch ausgesprochen offen und neugierig; sie stellen viele Fragen und leben in und mit den Geschichten.
Im Zusammenhang mit einer christlichen Erziehung, die Eltern und Paten bei der Taufe ihres Kindes versprechen, kann Konfi 3 ein wesentlicher Baustein sein. Zwar getauft, aber eher kirchenfern: das gilt heute für viele Eltern und Kinder. In dieser Phase könnte Konfi 3 für Eltern der entscheidende Motivationsschub sein, sich wegen ihrer Kinder wieder mit Fragen des eigenen Glaubens auseinanderzusetzen. Denn den Konfi 3-Unterricht hält nicht die Pfarrerin, sondern Eltern, Großeltern oder Paten. Kinder erleben so, dass Glauben nicht ausschließlich Sache von Experten (Pfarrer oder Lehrer) ist, sondern seinen Platz im familiären Umfeld hat. Die Konfi 3-Treffen können, müssen aber nicht in unseren Gemeinderäumen stattfinden. Wer den Unterricht in der eigenen Wohnung anbietet, unterstreicht die Verankerung von Glauben in der alltäglichen Lebenswelt der Kinder.
Konfi 3 ist ein zeitlich klar begrenztes Projekt (September/Oktober bis Februar/März) und besteht in der Regel aus drei einzelnen Modulen: Taufe, Abendmahl und Kirchenjahr. Familiengottesdienste wie etwa der gemeinsam gestaltete Tauferinnerungs- oder der Abendmahlsgottesdienst gehören fest zur Konfi 3-Zeit. Die Teilnahme an Konfi 3 ist freiwillig und keine formale Voraussetzung für die Konfirmation in Klasse 8. Auch ist die Taufe keine Voraussetzung für Konfi 3. Dennoch ist die Konzeption KU 3/8 die verbindliche Form der Konfirmandenarbeit in unserer Gemeinde. Der Weg zur Konfirmation beginnt also in den Gemeinden Asemwald und Schönberg in der dritten Klasse.
Jedes Jahr neue Eltern für die Mitarbeit in Konfi 3 zu gewinnen, ist eine große Aufgabe. Inzwischen haben wir in der Gemeinde viele Personen, die bereits mitgemacht haben. Sie stehen mit ihren Erfahrungen den neuen Eltern mit Rat und Tat zur Seite. Die Materialien für die Mitarbeitenden sind so aufgearbeitet, dass keine besonderen Vorkenntnisse nötig sind. Wichtig ist die Bereitschaft, sich auf die Kinder einzulassen. Auch stehen Pfarrerin Weyh und andere Personen für Vorbereitungstreffen zur Verfügung. Der nächste Konfi 3-Unterricht startet nach den Sommerferien!
Dr. Astrid Gehrig

KU3: Konfirmadenunterricht in der 3. Klasse