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Die Himmelfahrtskirche
ist als
fünfeckiger zentraler Kirchenraum mit zeltartiger Decke gestaltet.
Sie bietet Platz für 180 Menschen.
Der Eingang liegt im Norden. Im südöstlichen Teil stehen vor einem
farbenfrohen Betonglasfenster von Chr. Oehler „Speisung der
Fünftausend“ Altar und Kanzel. Daneben rechts Taufstein vor farbigem
Rundfenster, links die Orgel. Die Wände sind aus rotbraunem
Backstein.
Die Decke ist aus Holz. Im Sockelgeschoß liegt der ebenfalls
fünfeckige Gemeindesaal, im Anbau Sakristei und Clubraum mit Küche. |
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Rückblick
50 JAHRE HIMMELFAHRTSKIRCHE
SCHÖNBERG
50 Jahre Himmelfahrtskirche, das sind auch
50 Jahre Schönberg. Am 8. Juni 1958 wurde die eigene Schönberger
Kirche geweiht, weithin sichtbar mit ihrem hohen schlanken Turm,
gelegen am Schnittpunkt zwischen „Alt“-Schönberg und dem noch höher
am Berg gelegenen, gerade fertiggestellten Neubaugebiet „Lauch“.
Etliche Besucher des Jubiläumsgottesdienstes am Sonntag, den 8. Juni
2008, waren damals bei der Kirchweihe dabei. Binnen eines Jahres war
die Kirche nach Plänen des Regierungsbaumeisters Erwin Rohrberg
gebaut worden. Und noch heute, nach 50 Jahren, strahlt der
fünfeckige Kirchenraum mit seiner gewölbten Holzdecke und den
wunderbaren Glasfenstern im Chor bei aller Schlichtheit etwas
Erhabenes aus, zugleich aber vermittelt er dem Besucher
Geborgenheit. Fast die gesamte Innenausstattung der neuen Kirche
wurde durch Spenden finanziert.
Bei herrlichem Wetter feierte die Schönberger Kirchengemeinde am 8.
Juni 2008 den Geburtstag ihrer Kirche. Zunächst mit einem
musikalisch wie liturgisch festlich gestalteten Gottesdienst, in dem
die Kinder der Kinderkirche das Predigtthema sehr plastisch vor
Augen führten: es ging um das richtige Bauen, das stabile Fundament,
die passenden Bausteine, den Bauherrn und um die Bauarbeiter.
Eine hochherrschaftliche Playmobil-Villa hielt den Naturgewalten
nicht stand, denn sie war auf Sand gebaut; die
Lego-Himmelfahrtskirche indes, auf Fels gebaut, trotzte den
Elementen.
Eine bessere Einführung hätte sich Prälat Ulrich Mack für seine
Festpredigt nicht wünschen können. „Lasst auch ihr euch als
lebendige Steine zu einem Haus einbauen, das Gott gehört“ (1.
Petrus, 2,5), war ein Kernsatz der Predigt – Geschenk und Auftrag
zugleich. Die Glückwünsche der Stadt Stuttgart und des Bezirks
Plieningen-Birkach übermittelte Bezirksvorsteher Edgar Hemmerich in
seinem Grußwort.
Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die Kirchengemeinde
Schönberg zu einem Festprogramm ein, das Alt und Jung gleichermaßen
begeisterte. Viele Gruppen haben zu diesem bunten Programm
beigetragen. Nach einer kleinen Stärkung gab der Posaunenchor
Birkach unter aktiver Mitwirkung von Pfarrer Martin Baier den
Auftakt. Sodann lud das Editha-Theater Degerloch zu einer Aufführung
ein. Anschließend startete das kurzweilige Kinderprogramm. Ebenso
konnte der Baufortschritt beim benachbarten „Haus am Berg“
inspiziert werden – ein Angebot der Gustav-Werner-Stiftung, welche,
wie auch der Schönberg-Verein e. V., anwesend war.
Ein höchst interessanter Programmpunkt folgte: Die in Schönberg
lebende Journalistin Susanne Offenbach interviewte Zeitzeugen. In
der Witwe des Architekten, Frau Charlotte Rohrberg, den Damen
Thiekötter und Graf sowie den Herren Dittmann und Sorsche hatte sie
äußerst kompetente und eloquente Gesprächspartner, um die 50er Jahre
des letzen Jahrhunderts in Schönberg lebendig werden zu lassen.
Sie alle hatten die Kirchweihe im Jahr 1958 miterlebt und erzählten
anschaulich über die vergangenen Zeiten. Begleitet und ergänzt wurde
diese Podiumsdiskussion durch eine Ausstellung, welche Dokumente und
Fotos aus 50 Jahren Himmelfahrtskirche und Gemeindeleben in
Schönberg versammelte.
Ein weiteres Highlight folgte mit der Versteigerung von rund 40
Kunstobjekten.
Aus dem Kupferblech, das einst den Kirchenturm deckte, hatten 12
Künstlerinnen und Künstler eigens (und ohne Honorar) für das
Jubiläum unvergleichliche Unikate geschaffen. Nun kamen sie für
einen guten Zweck – die Renovierung der Kirchenheizung – unter den
Hammer. Unter der Leitung von Auktionatorin Susanne Offenbach wurde
rund die Hälfte der Kunstwerke versteigert und damit ein Erlös von
1.520 € erzielt. Der Gesamterlös einschließlich Opfer und Spenden
betrug sogar 3.530 €.
Mit einem Konzert des Gospelchores „Go Vocal“ gingen ein wunderbares
Fest und ein langer Tag zu Ende. Dieses festlich-fröhliche und gut
nachbarschaftliches Miteinander ließ alle, die an diesem Fest
mitgewirkt haben, ein wenig davon spüren, was es heißt, „lebendige
Steine“ im Haus Gottes zu sein.
Astrid Gehrig |
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